Sozialrecht
Ablehnung, Kürzung, Rückforderung: Bescheide von Jobcenter, Rentenversicherung, Pflegekasse oder Sozialamt sind nicht selten fehlerhaft. Wir prüfen Ihren Bescheid und setzen Ihre Ansprüche durch – im Widerspruchsverfahren und vor dem Sozialgericht.
Jobcenter – Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld)
- Ablehnung eines Leistungsantrags
- Kosten der Unterkunft und Heizung, Umzug und Mietkosten
- Leistungsminderungen
- Aufhebungs- und Rückforderungsbescheide
- Anrechnung von Einkommen und Vermögen
Rentenversicherung – Erwerbsminderungsrente
Eine volle Erwerbsminderungsrente erhält, wer wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann; bei drei bis unter sechs Stunden kommt eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung in Betracht (§ 43 SGB VI). Zusätzlich müssen die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein. Wird der Antrag abgelehnt, lohnt sich häufig der Widerspruch – oft entscheiden medizinische Gutachten.
Pflegekasse, Krankenkasse und Sozialamt
- Einstufung in einen Pflegegrad
- Pflegehilfsmittel und Hilfsmittel
- Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Hilfe zur Pflege
Fristen beachten
Gegen einen Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch eingelegt werden (§ 84 Abs. 1 SGG). Gegen den Widerspruchsbescheid ist innerhalb eines Monats Klage zum Sozialgericht möglich (§ 87 SGG). Ist die Frist verstrichen, kann ein Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X helfen; rückwirkende Nachzahlungen sind dann allerdings zeitlich begrenzt.
Die Behörde entscheidet nicht?
Wird über einen Antrag nicht innerhalb von sechs Monaten oder über einen Widerspruch nicht innerhalb von drei Monaten entschieden, kann Untätigkeitsklage erhoben werden (§ 88 SGG).
Kosten
- Verfahren vor den Sozialgerichten sind für Versicherte und Leistungsempfänger gerichtskostenfrei (§ 183 SGG).
- Hat Ihr Widerspruch Erfolg, muss die Behörde die notwendigen Kosten einschließlich der Anwaltskosten erstatten (§ 63 SGB X).
- Bei geringem Einkommen sind Beratungshilfe (Beratungshilfeschein vom Amtsgericht) und Prozesskostenhilfe (§ 73a SGG) möglich.
- Ob Ihre Rechtsschutzversicherung eintritt, klären wir für Sie.
Rufen Sie uns an: 0361 5614931 (Mo–Fr 8.00–17.00 Uhr) oder schreiben Sie an info@ihre-anwaltskanzlei.com. Bringen Sie den Bescheid oder das Kündigungsschreiben zum ersten Gespräch mit.