Arbeitsrecht
Kündigung, Abfindung, Aufhebungsvertrag, Abmahnung, Zeugnis: Wir beraten und vertreten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber in Erfurt und Thüringen – außergerichtlich und vor dem Arbeitsgericht.
Kündigung erhalten
- Gegen eine Kündigung muss innerhalb von drei Wochen nach Zugang Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht erhoben werden (§ 4 KSchG). Nach Ablauf der Frist gilt die Kündigung in der Regel als wirksam (§ 7 KSchG).
- Eine Kündigung muss schriftlich erfolgen; eine Kündigung per E-Mail oder WhatsApp ist unwirksam (§ 623 BGB).
- Das Kündigungsschutzgesetz gilt, wenn das Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate besteht und im Betrieb in der Regel mehr als zehn Arbeitnehmer beschäftigt sind (§§ 1, 23 KSchG). Dann braucht der Arbeitgeber einen Kündigungsgrund.
- Die gesetzlichen Kündigungsfristen richten sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit (§ 622 BGB); Arbeits- oder Tarifvertrag können abweichende Fristen enthalten.
Ausführlich: Kündigung erhalten – was jetzt?
Abfindung
Einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf eine Abfindung gibt es nicht. Abfindungen werden meist im Kündigungsschutzprozess oder in einem Vergleich ausgehandelt. Ihre Höhe hängt vor allem von den Erfolgsaussichten der Klage, der Betriebszugehörigkeit und dem Verdienst ab.
Aufhebungsvertrag
Unterschreiben Sie einen Aufhebungsvertrag nicht vorschnell. Er beendet das Arbeitsverhältnis ohne Kündigungsschutz und kann zu einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld führen (§ 159 SGB III). Wir prüfen den Vertrag und verhandeln Abfindung, Freistellung und Zeugnis.
Abmahnung und Arbeitszeugnis
- Eine unberechtigte Abmahnung kann aus der Personalakte entfernt werden müssen. Ob Gegenwehr sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab.
- Arbeitnehmer haben bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis, auf Verlangen auch auf ein qualifiziertes Zeugnis mit Angaben zu Leistung und Verhalten (§ 109 GewO).
Kosten
Im ersten Rechtszug vor dem Arbeitsgericht trägt jede Partei ihre eigenen Anwaltskosten, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens (§ 12a ArbGG). Ob Ihre Rechtsschutzversicherung eintritt, klären wir für Sie. Bei geringem Einkommen kann Prozesskostenhilfe in Betracht kommen.
Rufen Sie uns an: 0361 5614931 (Mo–Fr 8.00–17.00 Uhr) oder nutzen Sie unser Kontaktformular. Bringen Sie den Bescheid und Ihre Unterlagen zum ersten Gespräch mit.